Lassen Sie nicht andere für Sie entscheiden

„Organspende schenkt Leben“, so lautet der Slogan der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Seit 1997 wird durch das sogenannte Transplantationsgesetz die Entnahme, Vermittlung und Transplantation von Organen festgelegt.
Neues Transplantationsgesetz verabschiedet
Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) ist die Bereitschaft zur Organspende auffällig zurückgegangen, obwohl 2011 etwa 12.000 Menschen auf ein Spendeorgan warteten. Aus diesem Grund wurde 2012 ein neues Transplantationsgesetz verabschiedet.
Darin ist z.B. festgelegt, dass künftig jeder Bundesbürger ab dem 16. Lebensjahr regelmäßig von seiner Krankenkasse angeschrieben und über das Thema Organspende aufgeklärt werden soll. Ebenso sind alle Krabnkenkassen verpflichtet, mit der Zusendung eines Organspendeausweises um eine dokumentierte Entscheidung zu bitten. Doch die Entscheidung einen solchen Ausweis bei sich zu tragen, ist und bleibt freiwillig und treffen Sie für sich ganz persönlich.
Die richtige Wahl treffen
Aber wer seine getroffene Wahl schriftlich auf dem Organspendeausweis festhält, nimmt den Hinterbliebenen die qualvolle Entscheidung ab. Verständlicherweise sind Tod, Unfall und Krankheit keine Themen über die gerne gesprochen wird. Aber vielleicht hilft ein Gespräch mit Angehörigen, Freunden, dem Hausarzt oder einem geistlichen Vertrauten über die eigenen Ängste und Vorbehalte hinweg zu kommen und dadurch die für sich richtige Entscheidung zu treffen.
Egal wie jede einzelne Entscheidung am Ende ausfällt – für oder wider eine Organspende – so trifft sie doch jeder für sich selbst. Eines bleibt aber unumstößlich: Die Erklärung zur Organspende soll auch wie bislang auf dem Prinzip der Freiwilligkeit basieren. Kein Versicherter kann dazu gezwungen werden, nach dem Tod als Organspender zur Verfügung zu stehen. Sich umfassend mit diesem sensiblen Thema zu befassen, hilft dabei, die für sich richtige Entscheidung zu treffen. Zudem können sachliche Informationen zur Orientierung und bei der Entscheidung hilfreich sein. Dazu finden Sie hier wichtige Fragen kurz und knapp beantwortet.
- Die BZgA gibt hier weitere Antworten auf Fragen zu den Manipulationsvorwürfen in verschiedenen deutschen Transplantationszentren.
Gerne können Sie auch in unseren Kundencentern nachfragen. Dort halten wir Organspendeausweise für Sie bereit.